Samstag, 4. Juni 2011
Abhörprotokolle der deutschen Kriegsgefangenen öffentlich
Angehörige und Nachfahren von Wehrmachtssoldaten besteht ab sofort die Möglichkeit, Kopien aus den Archivalien zu erhalten, auf denen das Mainzer Fritz Thyssen-Forschungsprojekt „Referenzrahmen des Krieges“ basiert. Das verfügbare Quellenmaterial umfasst über 100.000 Seiten an Akten, die aus dem amerikanischen Kriegsgefangenenlager Fort Hunt bei Washington stammen. In diesem geheimen Vernehmungslager wurden während des Zweiten Weltkrieges über 3000 deutsche Wehrmachtssoldaten interniert, vernommen und über versteckte Mikrophone heimlich belauscht. Zu jedem einzelnen Gefangenen fertigte die Lagerbürokratie eine Gefangenenakte an.
Sonntag, 29. Mai 2011
Gefallene Soldaten kamen aus Kastellaun und Hannover
Berlin (dapd). Bei den Gefallenen handelt es sich demnach um einen 43 Jahre alten Major aus dem Führungsunterstützungsbataillon 282 in Kastellaun und einen 31 Jahre alten Hauptfeldwebel des Feldjägerbataillons 152 aus Hannover.
Die Leichen der beiden Männer seien am Samstag per Hubschrauber von Kundus nach Masar-i-Scharif geflogen worden. Ihre Angehörigen und die Familien der verwundeten Soldaten seien im Laufe des Abends informiert worden, hieß es weiter.
Bei dem Selbstmordattentat auf einen Gebäudekomplex des Gouverneurs der nordafghanischen Provinz Tachar waren neben den beiden deutschen Soldaten mindestens vier Afghanen getötet worden. Fünf Bundeswehrsoldaten wurden zudem verletzt. Einer von ihnen war am Sonntag bereits zurück bei seiner Einheit, drei weitere leicht Verletzte sind nach Angaben des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr in Potsdam auf dem Weg der Besserung. Ein weiterer Soldat erlitt schwere Verletzungen. Unter den Verwundeten ist auch General Markus Kneip, der Kommandeur der Internationalen Schutztruppe ISAF in Nordafghanistan. Zu dem Anschlag bekannten sich die Taliban.
dapd

